Wenn man vom Parkplatz der Naturstation Silberweide dem Lauf des Aabaches folgt und dabei die Strasse über- oder unterquert, gelangt man in eine der ausgedehntesten
Schutzzonen am Greifensee: das Riediker-Rälliker Ried. Geht man über die Holzbrücke Richtung Riedikon, so kommt man ins sogenannte Projektgebiet. Hier haben engagierte Naturschützer eine
ehemalige Fettwiese in ein idyllisches kleines Ried mit Flachteichen verwandelt. Ein Beobachtungsturm sorgt dafür, dass man das Gebiet gut überblicken kann. Reiher, Störche, Enten und im Frühling
und Herbst auch Limikolen gehören hier zur Tagesordnung. Verschiedene Greifvögel nutzen den Luftraum zur Jagd. Immer wieder sorgten spektakuläre Beobachtungen wie zum Beispiel der Löffler,
Rallenreiher oder Zwergscharbe für Highlights. Auch ein Zwergschwan hat im Frühling 2011 ein kurzes Stelldichein bei der Silberweide gegeben. Einer der bekanntesten Vögel des Gebiets ist ein
Schwarzstorch, der dort schon seit vielen Jahren überwintert und oft in Gesellschaft der Graureiher zu sehen ist (Bild).
Folgt man dem Aabach bis zur Mündung, gelangt man an den Aaspitz. Der Bootssteg bietet einen guten Ausblick auf den See. Im Winter sind vor allem Lappentaucher,
verschiedene Schwimm- und Tauchenten und Säger zu sehen. Eine unserer schönsten Beobachtungen waren zwei Zwergsäger, die sich dort im Dezember 2010 aufhielten. Auch in der Ortschaft
Greifensee gibt es gute Beobachtungsmöglichkeiten dank Holzstegen, die durch das Schilfgebiet führen. Schliesslich lohnt sich auch ein Abstecher zum nahegelegenen Pfäffikersee, dort vor
allem im Gebiet um das Schwimmbad Auslikon.